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Newsblog

OLG Frankfurt: Widerrufsbelehrung der GMAC-RFC GmbH (ehemals Paratus) ist fehlerhaft

17-11-2015 08:40
von RA David Stader

Die von der Paratus verwendete Widerrufsbelehrung lautet auszugsweise:

 

In der Rechtsprechung unstreitig war bisher, dass die Verwendung des Wortes "frühestens" den Fristbeginn zu ungenau definiert. Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH bleibt bei dieser Formulierung unklar, ob der Beginn des Fristablaufs gegebenenfalls noch von weiteren Voraussetzungen abhängen soll. Dies stellt einen Verstoß gegen die gesetzlichen Vorgaben dar (Urteil vom 01.03.2012, Az.: III ZR 83/11Urteil vom 28.06.2011, Az.: XI ZR 349/10Urteil vom 01.12.2010, Az.: VIII ZR 82/10Urteil vom 29.04.2010, Az.: I ZR 66/08Urteil vom 09.12.2009, Az.: VIII ZR 219/08).
 
Umstritten ist dagegen, ob sich die Paratus auf die Legalitätsfiktion der Musterverwendung berufen kann. Hat die Bank das damals geltende Muster vollständig und in jeder Hinsicht verwendet, so ist der Fehler umbeachtlich.
 
Das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. hat im Beschlusswege darauf hingewiesen, dass eine Musterverwendung nicht in Frage kommt, da die Paratus die Gestaltungshinweise im Abschnitt zu finanzierten Geschäften falsch angewendet hat. 

Darüber hinaus hat das Oberlandesgericht darauf hingewiesen, dass eine Verwirkung des Widerrufsrechts trotz vorheriger Rückzahlung des Darlehens nicht in Betracht kommt.

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