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LG Köln verurteilt Volkswagen AG erneut zu Schadensersatz

von RA Lutz Stader

Weiter gute Chancen für VW Kunden im Kölner Raum. Das Landgericht Köln hat mit Urteil vom 02.07.2019 (19 O 261/19) die Volkswagen AG erneut im Zusammenhang mit dem Abgasskandal zu einer Schadensersatzzahlung verurteilt.

Sachverhalt

Der von Rechtsanwalt Lutz Stader vertretene VW Kunde erwarb im Juli 20102 einen Volkswagen Tiguan Trend & Fun Blue Motion Technology zu eine Kaufpreis von € 23.900,00. In das Fahrzeug war ein Dieslmotor vom Typ EA 189 verbaut. Dieser verfügt über eine vom Kraftfahrtbundesamt als unzulässige Abschaltvorrichtung festgestellte Software, die zu Abgasmanipulationen auf dem Prüfstand führt (sog. Diesel-Skandal). Wegen dieser Vorrichtung war der Kläger gezwungen ein Software-Update installieren zu lassen. Im Dezember 2018 erhob der VW Kunde eine Schadensersatzklage zum Landgericht Köln.

Klage hat Erfolg

Das Landgericht Köln hat einen Schadensersatzanspruch zuerkannt. Die Volkswagen AG konnte nicht darlegen, dass führende Mitarbeiter des Konzerns keine Kenntnis von der Abschaltvorrichtung hatten. Hierzu war VW aber verpflichtet, so das LG Köln. 

Der Schadensersatzanspruch führt nach der Entscheidung des Landgerichts zu einer Rückabwicklung des Kaufvertrages, wobei das Gericht der Volkswagen AG einen Wertersatz für die gefahrenen Kilometer zubilligte. Dem Antrag des Klägers, auch den Kaufpreis seit dem Zahlungsdatum mit 4 % zu verzinsen entsprach das Gericht nicht. Da jedoch das Oberlandesgericht Köln eine andere Auffassung vertritt, wird diese Frage nun im Rahmen der Berufung einer erneuten gerichtlichen Überprüfung zugeführt werden.

Ansprüche verjähren erst Ende 2019!

Auch dieses Urteil zeigt wieder, dass die Schadensersatzklagen zumindest im Bezirk des Oberlandesgerichts Köln (LG Bonn, LG Aachen, LG Köln) sehr hohe Aussichten auf Erfolg versprechen. Lediglich die Fragen des für die gefahrenen Kilometer anzurechnenden Wertersatzes und die Verzinsungspflicht von VW werden vor den Gerichten im hiesigen Bezirk noch kontrovers diskutiert. Betroffene Kunden, die sich der Musterfeststellungsklage nicht angeschlossen haben, können nach unserer Ansicht noch bis zum 31.12.2019 eine Schadensersatzklage erheben, da sie erst im Jahr 2016 über die Abschaltvorrichtung informiert worden sind.

Kostenlose Erstberatung

Wenn Sie ebenfalls vom Abgasskandal betroffen sind und Ihre Ansprüche prüfen lassen möchten, stehen wir Ihnen im Rahmen eines kostenlosen Erstberatungsgesprächs gerne zur Verfügung.

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