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LG Potsdam: DKB erneut zur Rückabwicklung eines Darlehens verurteilt

von RA David Stader

Mit Urteil vom 29.04.2016 (Az.: 8 O 30/15) hat das Landgericht Potsdam erneut in einem von uns geführten Verfahren die Wirksamkeit eines Darlehenswiderrufs festgestellt.

Der Sachverhalt:

Unsere Mandantin hatte im August 2008 ein Forward-Darlehen bei der DKB über € 43.000,00 abgeschlossen, mit dem ihre ursprüngliche Wohnungsfinanzierung zum 30.04.2012 abgelöst wurde. Im September 2014 widerrief unsere Mandantin ihren Darlehensvertrag. Die DKB lehnte den Widerruf mit der Begründung ab, sie habe das zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltende Belehrungsmuster verwendet. Darüber hinaus sei der Widerruf rechtsmissbräuchlich und verwirkt.

Das Verfahren

Da die DKB zu einer Einigung nicht bereit war, wurde Klage vor dem Landgericht Potsdam erhoben. Das Landgericht gab der Klage nun statt. Es führt aus, dass sich die DKB nicht auf die Verwendung des gesetzlichen Musters berufen kann, da die Belehrung in mehreren Punkten hiervon abweicht.

Auch dem Einwand der Verwirkung und des Rechtsmissbrauchs wollte das Gericht nicht folgen.

Das Ergebnis

Auf der Grundlage der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs rechnete das Landgericht das Darlehen neu ab. Danach schuldet unsere Mandantin der Bank nur noch € 21.406,15. Ohne den Widerruf hätte unsere Mandantin der DKB noch einen Betrag i.H.v. € 26. 442,81 leisten müssen. Damit konnte die Darlehensschuld durch den Widerruf um € 5.036,66 reduziert werden. Darüber hinaus kann unsere Mandantin ihren teuren Kredit nun kostenlos umschulden. Die Vorfälligkeitsentschädigung zum Zeitpunkt des Urteils hätte ca. € 3.350,00 betragen. Damit ergibt sich durch den Widerruf ein Gesamtvorteil von ca. € 8.400,00.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann im Volltext [hier] eingesehen werden.

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