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LG Frankenthal: Amateurfussballer steht auch bei grobem Foul nur ausnahmsweise ein Anspruch auf Schmerzensgeld zu

Die 5. Zivilkammer des Landgerichts Frankenthal hat in einem aktuellen Urteil vom 14.12.2020 (5 O 57/19) festgestellt, dass ein gefoulter Spieler wegen einer Verletzung bei einem Amateurfussballspiel nur im Ausnahmefall einen Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz gegen den Gegenspieler hat. Dem Gefoulten obliegt der Nachweis, dass der Gegenspieler eine grob fahrlässige und mithin unentschuldbare Regelwidrigkeit begangen hat.

Sachverhalt 

Kläger und Beklagter nahmen als Fussballspieler gegnerischer Amateurmannschaften an einem Fußballspiel teil. Im Zweikampf kam sodann der Kläger zu Fall und zog sich eine erhebliche Sprunggelenksverletzung zu. Er behauptet, der Schädiger habe ihn brutal gegrätscht, obwohl der Ball zu diesem Zeitpunkt für diesen unerreichbar gewesen sei. Zudem habe der Schädiger nach der Grätsche sein Trikot ausgezogen und triumphierend in die Luft gehalten, um deutlich zu machen, dass er den Kläger mit Absicht habe foulen wollen. Der Beklagte bestritt dies. Der Verletzte machte u.a. ein Schmerzensgeld in Höhe von 5.000,- geltend.

Entscheidung des Gerichts

Das Landgericht wies die Klage ab, denn nach Auffassung der Kammer ist dem Beklagten der erhebliche Schuldvorwurf nicht nachzuweisen. Die Haftung eines Sportlers kommt nur dann in Betracht, wenn dieser schuldhaft gegen die Regeln des sportlichen Wettkampfes verstößt und dabei eine andere Person verletzt. Eine Haftung scheidet hingegen aus, wenn es sich um Verletzungen handelt, die sich ein Sportler bei einem regelgerechten und dem Fairnessgebot entsprechenden Einsatz seines Gegners zuzieht. Bei Sportarten mit erheblichen Gefahrenpotential ist davon auszugehen, dass jeder Sportler die Verletzungen nebst Folgen billigend in Kauf nimmt, die auch bei Ausübung nach den anerkannten Regeln nicht zu vermeiden sind. Eine Haftung kommt nur bei vorsätzlicher und grob fahrlässiger Regelwidrigkeit in Betracht und erst dann, wenn die Grenze zu einem unfairen Regelverstoß überschritten wird. Nach der Überzeugung des Gerichts konnte der Kläger den Nachweis einer grob fahrlässigen und unentschuldbaren Regelwidrigkeit nicht erbringen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Praktische Bedeutung der Entscheidung

Fußball ist ein Kampfspiel, bei dem es zu Fouls und unvermeidbaren Verletzungen kommen kann. Damit muss ein Spieler bei Betreten des Fußballfeldes rechnen. Die Entscheidung bestätigt, dass bei vielen Sportarten hohe Hürden bestehen, um nach einer Verletzung auf dem Sportplatz Schmerzensgeldansprüche geltend machen zu können.

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